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Medizinische Cannabis-Produkte bei Nordleaf – alles, was Du wissen musst.
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Ja, du kannst aus einer Vielzahl von Cannabis-Sorten wählen. Du hast die Möglichkeit, bis zu 3 Cannabis-Sorten und insgesamt maximal 100 g Cannabisblüten pro Bestellung zu bestellen, um die für dich passende Auswahl zu treffen und auszuprobieren.
Sind die Cannabis-Produkte auf unserer Website immer verfügbar oder gibt es oft Lieferengpässe?
Alles, was du in unserem Shop siehst, ist auch tatsächlich verfügbar. Sobald du eine Bestellung abgeschlossen hast, wird das Cannabis-Produkt für dich reserviert, sodass wir eine 100%ige Verfügbarkeit garantieren können. So kannst du sicher sein, dass das medizinische Cannabis, das du bestellst, auch wirklich zu dir nach Hause kommt, ohne unerwartete Lieferengpässe.
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Cannabis Sativa: Was steckt wirklich in der Blüte?
Viele Patientinnen und Patienten stoßen beim Thema medizinisches Cannabis schnell auf zwei Begriffe: Sativa und Indica. Die Vorstellung dahinter klingt einfach – Sativa wacht auf, Indica schläft ein. So überzeugend diese Kurzformel klingt, so unvollständig ist sie. Wer medizinisches Cannabis einnimmt, profitiert davon zu verstehen, was tatsächlich hinter dem Wirkprofil einer Blüte steckt.
THC, CBD und Terpene – die drei Stellschrauben
Die Wirkung einer Cannabisblüte ergibt sich nicht aus ihrem Namen, sondern aus ihrer chemischen Zusammensetzung. Drei Faktoren spielen dabei die entscheidende Rolle:
THC (Tetrahydrocannabinol) ist der Hauptwirkstoff, der psychoaktive Effekte auslöst. Er kann stimmungsaufhellend, appetitanregend und schmerzlindernd wirken – bei zu hoher Dosis oder Empfindlichkeit aber auch Unruhe, Herzrasen oder Angst verursachen. Sativa-dominante Sorten weisen häufig einen vergleichsweise hohen THC-Anteil auf.
CBD (Cannabidiol) wirkt nicht psychoaktiv. Es wird mit ausgleichenden, beruhigenden Eigenschaften in Verbindung gebracht und kann THC-bedingte Nebenwirkungen teilweise abmildern. Der CBD-Gehalt einer Sorte hängt nicht davon ab, ob sie als „Sativa" oder „Indica" eingestuft ist – er steht klar auf der Produktbeschriftung und sollte die eigentliche Orientierung liefern.
Terpene sind aromatische Verbindungen, die dem Geruch und Geschmack einer Sorte ihren Charakter geben. Sie beeinflussen möglicherweise auch die Wirkung – das Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen wird als Entourage-Effekt bezeichnet. Die Forschung dazu ist noch nicht abgeschlossen, gilt aber als vielversprechend.
Mehr zur Wirkweise im Körper erklärt der Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V. anhand des Endocannabinoid-Systems, über das alle Cannabinoide ihre Wirkung entfalten.
Was „Sativa-dominant" in der Praxis bedeutet
Reine Sativa-Pflanzen sind in der medizinischen Versorgung kaum anzutreffen. Die meisten Sorten, die heute als Medizinalcannabis erhältlich sind, sind Hybride – also Kreuzungen, bei denen genetische Eigenschaften von Sativa und Indica kombiniert wurden. Der Begriff „sativa-dominant" bedeutet lediglich, dass das Erscheinungsbild und das Wirkstoffprofil stärker in Richtung Sativa-Genetik tendiert.
In Berichten von Patientinnen und Patienten werden sativa-dominante Sorten häufig mit Begriffen wie „klarer Kopf", „leichte Aktivierung" oder „gesteigerte Aufmerksamkeit" beschrieben. Wissenschaftlich belastbar sind diese Zuschreibungen bislang nicht – sie können aber als erste Orientierung dienen, wenn du gemeinsam mit deiner Ärztin oder deinem Arzt eine geeignete Sorte auswählst.
Zu den international bekannten sativa-dominanten Sorten in der medizinischen Anwendung gehören etwa Jack Herer, Super Silver Haze oder Sour Diesel – jede mit einem eigenen Cannabinoid- und Terpenprofil. Welche Sorten in Deutschland aktuell verfügbar sind, hängt von Apothekenangebot und Verfügbarkeit ab. Das BfArM stellt aktuelle Informationen zur Versorgungslage bereit.
Für wen sind sativa-dominante Blüten weniger geeignet?
Sativa-Sorten mit hohem THC-Gehalt sind nicht für jeden geeignet. Folgende Personengruppen sollten besondere Vorsicht walten lassen oder diese Sorten ganz meiden:
- Personen mit einer Vorgeschichte psychotischer Erkrankungen oder familiärer Belastung durch Schizophrenie
- Schwangere und stillende Frauen
- Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
- Menschen mit schweren Herzerkrankungen
Laut NHS steigt das Risiko psychotischer Episoden mit regelmäßigem THC-Konsum bei entsprechender Veranlagung deutlich an. Sprich mögliche Risiken offen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt an – besonders dann, wenn psychische Vorerkrankungen vorliegen.
Was du beim Konsum beachten solltest
Nur auf Rezept. Medizinisches Cannabis ist in Deutschland verschreibungspflichtig und darf ausschließlich auf Basis einer ärztlichen Verordnung in der Apotheke bezogen werden. Rechtsgrundlage ist das Medizinal-Cannabis-Gesetz (MedCanG).
Dosis langsam steigern. Beginne mit der kleinsten verordneten Menge. Besonders bei THC-reichen Sorten kann eine zu rasche Steigerung unerwünschte Reaktionen auslösen – darunter Herzrasen, Angst oder Schwindel.
Wechselwirkungen klären. THC und CBD interagieren mit verschiedenen Medikamenten, darunter Antidepressiva, Blutverdünner und Schlafmittel. Informiere deine behandelnde Ärztin oder deinen Arzt vollständig über alle Präparate, die du einnimmst.
Nicht Auto fahren. Cannabis beeinträchtigt die Reaktionsfähigkeit und die Wahrnehmung. Fahre kein Fahrzeug, solange du unter Einfluss stehst. Weitere Informationen zur Fahrerlaubnis bei Cannabismedikation findest du beim Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V.
Sicher aufbewahren. Lagere deine Blüten trocken, dunkel und unzugänglich für Kinder und unbefugte Personen.
Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei Fragen zur Therapie wende dich an deine behandelnde Ärztin oder deinen behandelnden Arzt.
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