Von allen Anwendungsgebieten für medizinisches Cannabis ist die Multiple Sklerose eines der wenigen, für das es ein eigens zugelassenes Medikament gibt. Gleichzeitig zeigt gerade die MS-Forschung besonders deutlich, wie sehr sich eine subjektiv empfundene Besserung und eine objektiv messbare Wirkung voneinander unterscheiden können. Dieser Beitrag erklärt Dir, bei welchen MS-Symptomen Cannabinoide untersucht wurden, was die Studien wirklich hergeben – und wo ihre Grenzen liegen.
Das Wichtigste in Kürze
- Fokus auf Symptome: Das am besten untersuchte Anwendungsgebiet bei MS ist die Spastik (schmerzhafte Muskelverkrampfung), gefolgt von chronischen Schmerzen.
- Zugelassenes Medikament: Mit Nabiximols (Sativex) gibt es ein in Deutschland zugelassenes Cannabis-Arzneimittel. Es dient als Zweitlinien-Zusatztherapie bei mittelschwerer bis schwerer MS-Spastik, wenn Standardmedikamente versagen.
- Subjektiver Nutzen: Die große CAMS-Studie fand keinen signifikanten Effekt auf die objektiv gemessene Spastik, zeigt aber eine deutliche Linderung nach der persönlichen Einschätzung der Betroffenen.
- Weitere Beschwerden: Für Blasenprobleme gibt es Hinweise auf Besserung. Für das Symptom Tremor (Zittern) fehlt dagegen bisher ein überzeugender wissenschaftlicher Nachweis.
- Kein Einfluss auf den Verlauf: Cannabis wirkt nicht auf das Fortschreiten oder die Entzündungsprozesse der MS. Es geht hier ausschließlich um reine Symptomlinderung.
- Ärztliche Begleitung: Die Entscheidung über eine Therapie trifft immer die behandelnde ärztliche Fachkraft, in der Regel aus dem Bereich der Neurologie.
Was ist MS – und wo setzt Cannabis an?
Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems. Dabei greifen körpereigene Abwehrzellen die sogenannten Myelinscheiden an. Das sind die Schutzhüllen, die die Nervenfasern umgeben und für eine schnelle Signalübertragung sorgen.
Wo dieses Myelin geschädigt wird, entstehen Vernarbungen (Sklerosen) und die Nervensignale werden blockiert oder gestört. Je nachdem, welche Nervenbahnen betroffen sind, äußert sich die Erkrankung sehr individuell. Muskelverkrampfungen (Spastik), Schmerzen, Blasenstörungen, Zittern (Tremor), Gangunsicherheit, chronische Erschöpfung (Fatigue) und Schlafprobleme gehören zu den häufigsten und am meisten belastenden Symptomen im Alltag.
Warum überhaupt Cannabis?
Cannabinoide wie THC und CBD wirken über das körpereigene Endocannabinoid-System. Dessen Rezeptoren (vor allem CB1 und CB2) sitzen unter anderem an genau den Stellen im Körper, die für die Muskelspannung, die Schmerzverarbeitung und für Entzündungsprozesse zuständig sind. Daraus leitet die Forschung ihr therapeutisches Interesse ab.
Wichtig zur Einordnung: Cannabis behandelt hier ausschließlich Symptome. Auf das Fortschreiten der MS selbst hat es nach heutigem wissenschaftlichen Stand keinen belegten Einfluss. Es kann und darf eine verlaufsmodifizierende Basistherapie niemals ersetzen.
Die Anwendungsgebiete im Check: Erwartung vs. Evidenz
Bei MS ist die Studienlage je Symptom sehr unterschiedlich – von vergleichsweise gut untersucht (Spastik) bis dünn (Tremor). Hier der ehrliche Abgleich von Erwartung und Evidenz.
Spastik: das am besten untersuchte Anwendungsgebiet
Die Spastik ist der Bereich, in dem Cannabis bei MS am gründlichsten erforscht ist. Ausgerechnet hier zeigt sich jedoch die zentrale und ehrliche Ambivalenz dieses Themas:
- Die CAMS-Studie (subjektiv vs. objektiv): In dieser großen britischen Untersuchung mit über 600 MS-Patient:innen fand sich kein statistisch signifikanter Effekt auf die objektiv gemessene Muskelsteifigkeit (gemessen über die sogenannte Ashworth-Skala). Gleichzeitig berichteten die Patient:innen selbst von einer deutlichen Besserung: 61 % unter Cannabisextrakt und 60 % unter reinem THC gaben eine spürbare Linderung der Spastik an – gegenüber nur 46 % in der Placebo-Gruppe [1]. Eine spätere Nachbeobachtung über zwölf Monate deutete immerhin auf einen kleinen objektiven Effekt hin [2].
- Nabiximols (Sativex) im Test: Eine Phase-3-Studie testete das THC:CBD-Mundspray gezielt bei Patient:innen mit therapieresistenter Spastik. Das Studiendesign war „angereichert": Wer in einer kurzen Vorlaufphase positiv auf das Mittel ansprach, profitierte in der anschließenden kontrollierten Studienphase signifikant stärker davon als unter einem Placebo [3].
- Zusammenfassende Auswertung: Eine Meta-Analyse mehrerer Sativex-Studien bestätigt diesen Trend und kommt zu dem Schluss, dass das Spray die Spastik-Symptomatik verbessern kann [4].
Was bedeutet das für Dich in der Praxis?
Der medizinische Nutzen liegt vor allem in der von den Patient:innen individuell empfundenen Linderung der Spastik und der damit verbundenen Beschwerden. Objektive klinische Messskalen bilden das im Arztzimmer oft nur unvollständig ab.
Das macht die Wirkung für die Betroffenen im Alltag aber keineswegs wertlos: Für Dich zählt, wie sich die Verkrampfung anfühlt, ob eine Nacht ohne schmerzhafte Muskelkrämpfe möglich ist und ob sich alltägliche Bewegungen leichter ausführen lassen. Genau diese Diskrepanz zwischen sterilem Messwert und tatsächlichem Alltagserleben bildet den Kern der medizinischen Cannabis-Debatte bei MS.
Schmerzen bei MS
Schmerzen sind bei MS häufig – teils als direkte Folge der Spastik, teils als eigenständige neuropathische (nervenbedingte) Schmerzen. In den großen Spastik-Studien besserten sich die von Patient:innen berichteten Schmerzen oft parallel mit [1].
Für zentrale neuropathische MS-Schmerzen wurde das THC:CBD-Spray zusätzlich zur bestehenden Therapie untersucht – ebenfalls mit Hinweisen auf eine Linderung [7]. Grundsätzliches zu dieser Schmerzform findest Du in unserem Ratgeber Cannabis bei neuropathischen Schmerzen. Wie bei der Spastik gilt jedoch: Cannabis ist eine mögliche Ergänzung, kein vollwertiger Ersatz für eine leitliniengerechte Schmerztherapie.
Blasenfunktion: Hinweise auf Linderung, aber gemischte Evidenz
Blasenstörungen – wie häufiges und dringendes Wasserlassen sowie unwillkürlicher Harnverlust – gehören zu den belastendsten und zugleich am wenigsten offen besprochenen MS-Symptomen.
Eine placebokontrollierte Studie untersuchte das THC:CBD-Spray bei 135 MS-Patient:innen mit überaktiver Blase, die auf Standardtherapien nicht ausreichend angesprochen hatten [5]. Das Ergebnis ist typisch für dieses Thema:
- Der primäre Endpunkt – die exakte Zahl der täglichen Inkontinenz-Episoden – verfehlte die statistische Signifikanz.
- Mehrere sekundäre Endpunkte fielen dagegen zugunsten des Cannabissprays aus. Dazu gehörten das nächtliche Wasserlassen, die Gesamtbewertung der Blasensituation und die Verringerung der Toilettengänge pro Tag.
Ehrlich eingeordnet heißt das: Es gibt ein Signal für eine gewisse Linderung von Blasensymptomen, aber noch keinen eindeutigen Beweis. Fachleute fassen solche Beobachtungen jenseits der Spastik – etwa zu Blase, Schlaf und Gang – unter dem Begriff „Spasticity-plus" zusammen. Die wissenschaftliche Sicherheit dieser Evidenz ist allerdings noch niedrig bis sehr niedrig und gilt als vorläufig.
Tremor und andere Symptome: ehrliche Grenzen
Nicht jedes MS-Symptom spricht auf Cannabinoide an. Für den Tremor (Zittern) etwa ließ sich in einer gezielten Untersuchung kein überzeugender, objektiv messbarer Nutzen nachweisen [6]. Das ist ein wichtiger Punkt, weil hier die Erwartungen im Vorfeld oft deutlich höher sind als die tatsächliche Datenlage.
Auch für die Fatigue (die für viele Betroffene die stärkste Einschränkung im Alltag darstellt) ist die Evidenz uneinheitlich und schwach. Der Grundsatz bleibt: Cannabis kann bei einzelnen, spezifischen Symptomen helfen, ist aber kein Rundum-Mittel gegen alle Facetten der MS.
Fazit für die Praxis: Am belastbarsten ist die Evidenz für die – subjektiv erlebte – Spastik, gestützt durch ein eigens zugelassenes Medikament. Bei Schmerzen und Blase gibt es Hinweise auf Linderung, bei Tremor und Fatigue nicht. Cannabis ist damit auch bei MS kein Wundermittel, sondern eine mögliche Ergänzung, wenn Standardtherapien nicht ausreichen oder nicht vertragen werden.
Sicherheit und Nebenwirkungen
Die möglichen unerwünschten Wirkungen sind grundsätzlich dieselben wie bei anderen Cannabis-Anwendungen und hängen stark von der Dosierung ab.
| Häufige Nebenwirkungen | Seltene Nebenwirkungen | Wichtige Alltagsrisiken |
|---|---|---|
| • Schwindel • Müdigkeit / Sedierung • Mundtrockenheit • Vorübergehende Denk- und Konzentrationsstörungen |
• Innere Unruhe • Angstzustände • Stimmungsveränderungen |
• Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten • Vorübergehend eingeschränkte Fahrtüchtigkeit |
Gut zu wissen: Gerade Schwindel und Müdigkeit können bei MS ohnehin bestehende Symptome wie Gangunsicherheit oder Fatigue im Alltag unglücklich verstärken. Die langsame, ärztlich begleitete Eindosierung dient genau dazu, dieses Risiko zu minimieren. Weil viele MS-Patient:innen mehrere Medikamente einnehmen, ist zudem der genaue Blick auf Wechselwirkungen Pflicht. Details dazu in den Ratgebern Cannabis und Wechselwirkungen und Nebenwirkungen von medizinischem Cannabis.
In der Praxis: Darreichung und Eindosierung
Für die MS-Spastik ist mit dem Mundspray Nabiximols (Sativex) eine standardisierte, vom Arzt exakt steuerbare Darreichungsform verfügbar. Das Spray wird schrittweise eingedosiert: Man beginnt mit sehr wenigen Sprühstößen pro Tag und steigert die Frequenz langsam, bis eine spürbare Linderung eintritt – idealerweise weit bevor störende psychoaktive Effekte auftreten.
Daneben können – je nach ärztlicher Entscheidung – auch getrocknete Blüten oder flüssige Extrakte infrage kommen. Grundsätzlich gilt auch hier das oberste Prinzip: „Start low, go slow" (niedrig beginnen und nur in minimalen Schritten steigern). Welche Form und Dosierung für Dich sinnvoll ist, entscheidet die behandelnde ärztliche Fachkraft. Grundlagen liefern die Ratgeber zu den Anwendungsformen und zur Dosierung.
Verordnung und Kostenübernahme in Deutschland
Seit 2017 können Ärztinnen und Ärzte in Deutschland medizinisches Cannabis auf Rezept verordnen. Seit April 2024 ist Cannabis für Erwachsene zudem zu privaten Zwecken in begrenztem Umfang legal; medizinisch gilt es seither nicht mehr als Betäubungsmittel und wird auf einem normalen (elektronischen) Rezept verordnet – die ärztlich begleitete, kontrollierte Anwendung wird bevorzugt. Eine Besonderheit bei MS: Mit Nabiximols existiert ein für die MS-Spastik zugelassenes Fertigarzneimittel, was die Verordnung in diesem Fall erleichtert. In der Begleiterhebung des BfArM zählte die MS-bedingte Spastik zu den dokumentierten Verordnungsgründen [8].
Wichtig – neue Regel seit dem 30. Juli 2026: Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für Cannabisblüten nicht mehr; sie sind nur noch per Privatrezept als Selbstzahler erhältlich. Weiterhin erstattungsfähig bleiben – unter den Voraussetzungen des § 31 Abs. 6 SGB V (schwerwiegende Erkrankung, Standardtherapien ausgeschöpft oder nicht verträglich) – standardisierte Extrakte und zugelassene Fertigarzneimittel. Für die MS-Spastik ist das günstig: Nabiximols (Sativex) ist ein zugelassenes Fertigarzneimittel, bleibt erstattungsfähig und entspricht zugleich dem Erst-Versuch mit einem Fertigarzneimittel, den Neupatient:innen in der Regel zunächst durchlaufen. Einzelne Übergangsfragen sind noch in Klärung; den Einzelfall mit der Krankenkasse abstimmen. Wie der Weg zu einer Verordnung abläuft, erklärt die Übersicht Cannabis Patient werden. Mehr zum Kostenaspekt in den Ratgebern Cannabis bei der Krankenkasse und medizinisches Cannabis.
FAQ: Cannabis bei Multipler Sklerose
Hilft Cannabis gegen MS-Spastik?
Die Studien zeigen ein gemischtes Bild: In der großen CAMS-Studie besserte sich die objektiv gemessene Spastik nicht signifikant, wohl aber die von den Patient:innen selbst berichtete Verkrampfung. Für das zugelassene Spray Nabiximols gibt es bei therapieresistenter Spastik positive kontrollierte Daten. Eine allgemeine Wirksamkeitsgarantie gibt es nicht.
Beeinflusst Cannabis den Verlauf der MS?
Nein. Nach heutigem Wissen wirken Cannabinoide bei MS auf Symptome wie Spastik, Schmerzen und Blasenbeschwerden, nicht auf das Fortschreiten der Erkrankung. Sie ersetzen keine verlaufsmodifizierende MS-Therapie.
Kann Cannabis bei Blasenproblemen durch MS helfen?
Es gibt Hinweise darauf: In einer Studie mit 135 Patient:innen verfehlte zwar der Haupt-Endpunkt (tägliche Inkontinenz-Episoden) die Signifikanz, mehrere Nebenkriterien wie nächtliches Wasserlassen besserten sich aber. Das ist ein Signal für Linderung, kein eindeutiger Beweis.
Was ist Sativex (Nabiximols)?
Nabiximols ist ein Mundspray mit einem etwa gleichen Verhältnis von THC und CBD. Es ist in Deutschland als Zusatztherapie für mittelschwere bis schwere MS-Spastik zugelassen, wenn andere Mittel nicht ausreichend wirken. Es ist verschreibungspflichtig, die Verordnung entscheidet die behandelnde ärztliche Fachkraft.
Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten?
Häufig sind Schwindel, Müdigkeit, Mundtrockenheit und vorübergehende Konzentrationsstörungen. Bei MS ist wichtig, dass Sedierung und Schwindel bestehende Symptome wie Gangunsicherheit verstärken können – deshalb wird die Dosis langsam und ärztlich begleitet eingestellt.
Wie bekomme ich medizinisches Cannabis bei MS?
Der Weg führt über eine ärztliche Einzelfallprüfung – meist in der Neurologie – und ein anschließendes Rezept, das Du in einer Apotheke einlöst. Einen automatischen Anspruch auf eine Verordnung gibt es nicht.
Quellen:
[1] Zajicek J, Fox P, Sanders H, Wright D, Vickery J, Nunn A, Thompson A (2003). Cannabinoids for treatment of spasticity and other symptoms related to multiple sclerosis (CAMS study): multicentre randomised placebo-controlled trial. The Lancet 362(9395):1517–1526. DOI: 10.1016/S0140-6736(03)14738-1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/
[2] Zajicek J, Sanders H, Wright D et al. (2005). Cannabinoids in multiple sclerosis (CAMS) study: safety and efficacy data for 12 months follow up. Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry 76(12):1664–1669. PMID: 16291891. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16291891/
[3] Novotna A, Mares J, Ratcliffe S et al.; Sativex Spasticity Study Group (2011). A randomized, double-blind, placebo-controlled, parallel-group, enriched-design study of nabiximols (Sativex), as add-on therapy, in subjects with refractory spasticity caused by multiple sclerosis. European Journal of Neurology 18(9):1122–1131. PMID: 21362108. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/21362108/
[4] Wade DT, Collin C, Stott C, Duncombe P (2010). Meta-analysis of the efficacy and safety of Sativex (nabiximols), on spasticity in people with multiple sclerosis. Multiple Sclerosis 16(6):707–714. PMID: 20558502. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20558502/
[5] Kavia RB, De Ridder D, Constantinescu CS, Stott CG, Fowler CJ (2010). Randomized controlled trial of Sativex to treat detrusor overactivity in multiple sclerosis. Multiple Sclerosis 16(11):1349–1359. PMID: 20829244. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/20829244/
[6] Fox P, Bain PG, Glickman S, Carroll C, Zajicek J (2004). The effect of cannabis on tremor in patients with multiple sclerosis. Neurology 62(7):1105–1109. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/
[7] Langford RM, Mares J, Novotna A et al. (2013). A double-blind, randomized, placebo-controlled, parallel-group study of THC/CBD oromucosal spray in combination with the existing treatment regimen, in the relief of central neuropathic pain in patients with multiple sclerosis. Journal of Neurology 260(4):984–997. DOI: 10.1007/s00415-012-6739-4. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/
[8] Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Begleiterhebung zu Cannabis-Arzneimitteln. Online verfügbar unter: https://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Medizinisches-Cannabis/_node.html
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