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Du liest: Cannabis Nebenwirkungen: Langzeitfolgen, Risiken und medizinische Anwendung

Von Müdigkeit über Herzrasen bis zu Gedächtnisproblemen: Cannabis kann eine Reihe von Nebenwirkungen haben. Hier erfährst Du, welche am häufigsten auftreten, was bei regelmäßigem Konsum über Jahre passieren kann und was die Daten zu medizinischem Cannabis zeigen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Häufigste Nebenwirkungen: In der Begleiterhebung des BfArM mit 16.809 Behandlungen traten Müdigkeit bei 14,9 % und Schwindel bei 9,8 % auf [1].
  • Psyche: Psychotische Symptome wie Halluzinationen traten gelegentlich auf, bei weniger als 1 % der Behandlungen, und sind ernst zu nehmen [1].
  • Langzeitfolgen: Sie betreffen vor allem regelmäßigen, langjährigen Konsum, etwa das Arbeitsgedächtnis [2] sowie Herz und Kreislauf [3].
  • Jugendliche: Wer früh und regelmäßig konsumiert, trägt ein höheres Risiko für Abhängigkeit und kognitive Einschränkungen [4].
  • Überdosis: Eine tödliche Überdosis allein durch Cannabis ist bei Erwachsenen nicht bekannt, eine Überdosierung kann aber sehr belastend sein.
  • Medizinische Anwendung: Dosis und Verlauf legen Ärzt:innen fest. Langzeitdaten zur Sicherheit von Cannabisarzneimitteln fehlen weitgehend [5].

Kurzzeit- vs. Langzeitfolgen: wo liegt der Unterschied?

Akute Effekte setzen nach dem Konsum schnell ein und klingen nach einigen Stunden ab. Langzeitfolgen bauen sich schleichend über Monate oder Jahre regelmäßigen Konsums auf. Sie sind schwerer zu erkennen, weil sie sich nicht mit einem einzelnen Konsum verknüpfen lassen.

Die Studienlage ist dabei nicht eindeutig. Für viele Folgen sind Zusammenhänge mit regelmäßigem Konsum beschrieben, ein ursächlicher Nachweis fehlt aber oft, weil andere Faktoren mitspielen können [4]. Wie Cannabis grundsätzlich wirkt, erklärt der Ratgeber zur Cannabis-Wirkung.

Bereich Kurzzeiteffekte Mögliche Langzeitfolgen bei regelmäßigem Konsum
Psyche Euphorie, Angst, Paranoia Antriebslosigkeit, depressive Verstimmungen
Kognition Konzentrationsprobleme, verlangsamtes Denken Gedächtnisprobleme, eingeschränktes Arbeitsgedächtnis
Körper Herzrasen, Mundtrockenheit, Schwindel Belastung von Herz und Kreislauf, hormonelle Veränderungen
Abhängigkeit Kein akutes Entzugssyndrom Psychische Abhängigkeit möglich

Nebenwirkungen von medizinischem Cannabis laut BfArM-Begleiterhebung

Die umfangreichsten deutschen Daten stammen aus der Begleiterhebung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) [1]. Zwischen April 2017 und März 2022 wurden 16.809 Behandlungen mit Cannabisarzneimitteln erfasst, die von der gesetzlichen Krankenkasse genehmigt waren [1]. Diese Nebenwirkungen wurden am häufigsten gemeldet:

Nebenwirkung Anteil der Behandlungen
Müdigkeit 14,9 %
Schwindel 9,8 %
Schläfrigkeit 6,0 %
Übelkeit 4,9 %
Mundtrockenheit 4,9 %
Aufmerksamkeitsstörungen 4,3 %
Appetitsteigerung 4,2 %
Gleichgewichtsstörungen 3,1 %
Gedächtnisstörungen 3,0 %

Frauen meldeten insgesamt häufiger Nebenwirkungen als Männer. Zur Schwere wurden keine Angaben erhoben. Weil Nebenwirkungen nur selten zum Abbruch der Therapie führten, gehen die Autoren aber von überwiegend leichteren Beschwerden aus [1].

Psychische Nebenwirkungen: gelegentlich und ernst zu nehmen

Gelegentlich traten psychotische Symptome auf: Halluzinationen (0,7 %), Sinnestäuschungen (0,6 %), Wahnvorstellungen (0,4 %) und Dissoziation (0,2 %) [1]. Suizidgedanken wurden bei 0,1 % gemeldet [1]. Besonders bei psychischen Vorerkrankungen ist ärztliche Sorgfalt geboten. Mehr dazu im Ratgeber Cannabis und Psychose.

Wenn Du Gedanken an Suizid hast, sprich mit jemandem: Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr unter 0800 111 0 111 erreichbar. Im Notfall wähle 112.

Wachsamkeit und Straßenverkehr

Viele der häufigen Nebenwirkungen betreffen die Wachsamkeit, etwa Müdigkeit, Schwindel und Aufmerksamkeitsstörungen. Das kann die Teilnahme am Straßenverkehr einschränken, bei älteren Menschen steigt zudem das Sturzrisiko [1]. Was beim Autofahren gilt, erklärt der Ratgeber Cannabis und Autofahren.

Cannabis Langzeitfolgen für das Gehirn

THC bindet an Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn, die an Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Motivation und emotionaler Verarbeitung beteiligt sind. Bei gelegentlichem Konsum sind die Effekte vorübergehend. Bei regelmäßigem, langjährigem Konsum können funktionelle Veränderungen entstehen. Wie stark, hängt von Einstiegsalter, Konsumhäufigkeit, Menge und THC-Gehalt ab.

Gedächtnis und Arbeitsgedächtnis

Eine Studie mit 1.003 jungen Erwachsenen von 2025 fand bei starkem Langzeitkonsum, definiert als mehr als 1.000 Konsumanlässe, eine geringere Hirnaktivität bei Aufgaben zum Arbeitsgedächtnis [2]. Der Zusammenhang blieb auch bestehen, wenn kürzlich Konsumierende herausgerechnet wurden. Da es sich um eine Querschnittstudie handelt, belegt sie keinen ursächlichen Zusammenhang.

Die gute Nachricht: In einer Studie mit 88 regelmäßig konsumierenden Jugendlichen und jungen Erwachsenen verbesserte sich das Lernen und Erinnern neuer Informationen schon nach einem Monat Abstinenz, vor allem in der ersten Woche [6]. Auf die Aufmerksamkeit hatte die Abstinenz in diesem Zeitraum keinen messbaren Effekt.

Belohnungssystem und Motivation

THC verstärkt die Ausschüttung von Dopamin, dem Botenstoff für Belohnung und Motivation. Bei regelmäßigem Konsum kann das Belohnungssystem schwächer auf natürliche Reize ansprechen. Damit wird das sogenannte amotivationale Syndrom erklärt, eine Antriebslosigkeit, die bei manchen Langzeitkonsumierenden beobachtet wird. Ob Cannabis sie verursacht oder andere Faktoren eine Rolle spielen, ist nicht abschließend geklärt [4]. Mehr dazu im Ratgeber zur Persönlichkeitsveränderung durch Cannabiskonsum.

Besonderes Risiko für Jugendliche und junge Erwachsene

Das Gehirn reift bis etwa zum 25. Lebensjahr. Wer früh und regelmäßig konsumiert, trägt ein höheres Risiko für kognitive Beeinträchtigungen, eine Abhängigkeit und psychotische Störungen [4]. Mehr zum Psychoserisiko im Ratgeber Cannabis und Psychose.

Auswirkungen auf Herz und Kreislauf

Cannabis erhöht kurz nach dem Konsum die Herzfrequenz und kann den Blutdruck schwanken lassen. In der BfArM-Begleiterhebung wurden Herzklopfen und Herzrasen bei je 0,8 % der Behandlungen gemeldet [1]. Für gesunde Erwachsene ist das meist unproblematisch, bei Herz-Kreislauf-Vorerkrankungen kann es kritisch werden.

Bei regelmäßigem Konsum zeigen Studien ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen [3]. Wer raucht, ob Tabak oder Cannabis, belastet Herz und Gefäße zusätzlich durch die Verbrennungsprodukte. Welche Rolle die Darreichungsform spielt, erklärt der Ratgeber zu Cannabis-Extrakten.

Kann Cannabis einen Herzinfarkt auslösen?

Ein Zusammenhang ist belegt, ein ursächlicher Nachweis fehlt bislang. In einer US-Befragung von 434.104 Erwachsenen hatten Menschen mit täglichem Cannabiskonsum eine um 25 % höhere Chance, einen Herzinfarkt angegeben zu haben, und eine um 42 % höhere für einen Schlaganfall [3]. Das galt auch für Menschen, die nie Tabak geraucht hatten. Weil Konsum und Erkrankungen gleichzeitig selbst angegeben wurden, lässt sich die Ursache daraus nicht sicher ableiten.

Faktoren, die das Risiko erhöhen können:

  • vorbestehende koronare Herzerkrankung oder Bluthochdruck
  • täglicher Konsum
  • Rauchen als Konsumform
  • hohe THC-Dosen
  • Kombination mit Alkohol oder anderen Substanzen

Wer Herzprobleme hat oder vermutet, sollte vor einem Cannabiskonsum ärztlichen Rat einholen.

Cannabis und Hormone

Das Endocannabinoid-System, an das THC bindet, ist auch an der Regulation von Sexualhormonen beteiligt. Ob langjähriger, intensiver Konsum den Testosteronspiegel senkt, ist umstritten: Einige Studien berichten niedrigere Werte, andere finden keinen Effekt [7]. Auch für Spermienqualität und Menstruationszyklus gibt es Hinweise auf Veränderungen, die Datenlage reicht aber nicht für klare Aussagen [7]. Mehr dazu im Ratgeber Cannabis und Sex.

Macht Cannabis abhängig?

Ja, Cannabis kann eine psychische Abhängigkeit auslösen. Schätzungen zufolge entwickelt etwa jede elfte Person, die Cannabis ausprobiert, eine Abhängigkeit, bei Einstieg im Jugendalter etwa jede sechste und bei täglichem Konsum ein Viertel bis die Hälfte [4]. Warnsignale sind täglicher Konsum, das Gefühl, ohne Cannabis nicht entspannen oder schlafen zu können, und Rückzug aus dem Alltag.

Bei einer ärztlich begleiteten Therapie werden Dosis und Verlauf regelmäßig kontrolliert. Für Patient:innen, die über Jahre Cannabisblüten erhalten, fordern die BfArM-Autoren Langzeitstudien zur Abhängigkeitsentwicklung [1]. Mehr dazu im Ratgeber zur Cannabis-Abhängigkeit.

Cannabis Überdosis: Symptome und was zu tun ist

Eine tödliche Überdosis allein durch Cannabis ist bei Erwachsenen nicht bekannt. Eine Überdosierung kann aber sehr belastend und beängstigend sein, besonders für Unerfahrene.

Symptom Beschreibung
Starke Angst, Panikattacken Häufig bei zu hoher THC-Dosis, besonders bei Unerfahrenen
Herzrasen Kurzfristig erhöhte Herzfrequenz, kann beängstigend wirken
Übelkeit und Erbrechen Besonders bei Edibles und hohen Dosen
Desorientierung, Verwirrung Verlust des Zeitgefühls, Gefühl der Unwirklichkeit
Kreislaufprobleme Blutdruckabfall möglich, besonders beim Aufstehen

Was tun bei einer Überdosierung?

  • Ruhige, sichere Umgebung aufsuchen und hinlegen
  • Wasser trinken, langsam und tief atmen
  • Die betroffene Person nicht allein lassen
  • Daran erinnern: Die Wirkung geht vorbei

Wann in die Notaufnahme? Wähle die 112 bei Bewusstlosigkeit, wenn die Person nicht ansprechbar ist, bei starken Brustschmerzen oder wenn die Symptome nach mehreren Stunden nicht nachlassen.

Edibles: Nebenwirkungen von Haschkeksen und Brownies

Bei Edibles setzt die Wirkung deutlich später ein als beim Inhalieren und hält länger an. Wer zu früh nachisst, weil noch nichts zu spüren ist, riskiert eine deutliche Überdosierung. Edibles gehören außer Reichweite von Kindern: Bei Kindern kann schon eine kleine Menge zu schweren Vergiftungen führen, hier gilt sofort die 112.

Cannabis-Hyperemesis-Syndrom: wenn Übelkeit chronisch wird

Das Cannabis-Hyperemesis-Syndrom (CHS) ist eine seltene Erkrankung bei langjährigem, regelmäßigem Konsum. Paradox daran: Cannabis wird oft gegen Übelkeit eingesetzt, beim CHS ist es die Ursache.

Betroffene haben über Monate wiederkehrende Phasen mit schwerer Übelkeit, Erbrechen und oft Bauchschmerzen. In einer systematischen Übersicht über 211 Fälle konsumierten fast alle Betroffenen mindestens wöchentlich, rund drei Viertel täglich [8]. Typisch ist, dass heiße Duschen oder Bäder die Beschwerden vorübergehend lindern: Das traf auf 92 % der Fälle zu [8].

Viele wissen lange nicht, dass Cannabis die Ursache ist. Die wirksamste Behandlung ist, den Konsum zu beenden. Danach verschwanden die Beschwerden bei 97 % der Betroffenen [8]. Wer den Verdacht auf CHS hat, sollte das offen ärztlich ansprechen.

Wer ist besonders gefährdet?

Nicht jeder Mensch, der Cannabis konsumiert, entwickelt Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen. Das Risiko steigt mit diesen Faktoren:

  • Konsumeinstieg vor dem 18. Lebensjahr: Das Gehirn ist noch in der Entwicklung.
  • Täglicher oder fast täglicher Konsum: Die Häufigkeit ist ein zentraler Risikofaktor.
  • Hoher THC-Gehalt: Hochpotente Produkte erhöhen das Risiko.
  • Psychische Vorerkrankungen: besonders Psychosen, Angststörungen oder Depressionen, auch in der Familie.
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: höheres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.
  • Kombination mit Alkohol oder anderen Substanzen: verstärkt Risiken auf mehreren Ebenen.
  • Rauchen als Konsumform: zusätzliche Belastung durch Verbrennungsprodukte.

In der Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Kindern und Jugendlichen wird von Cannabis abgeraten, weil mögliche Folgen für das sich entwickelnde Gehirn nicht ausgeschlossen sind. Bei Leber- oder Nierenerkrankungen und bei Einnahme weiterer Medikamente sind ärztliche Rücksprache und ein Blick auf mögliche Wechselwirkungen wichtig.

Medizinisches Cannabis: Was bei ärztlicher Anwendung gilt

Der Wirkstoff ist derselbe, die Rahmenbedingungen sind andere: Bei medizinischer Anwendung legt die behandelnde ärztliche Fachkraft die Dosis fest und überwacht Wirkung und Nebenwirkungen. Die Produkte sind pharmazeutisch standardisiert. Wie der Weg zu einer ärztlichen Verordnung abläuft, erklärt die Seite Cannabis Patient werden.

Die Studienlage zu Nutzen und Sicherheit von Cannabisarzneimitteln ist begrenzt, und Langzeitdaten fehlen weitgehend [5]. Vorerkrankungen des Herzens sowie eigene oder familiäre psychische Erkrankungen gehören deshalb offen ins ärztliche Gespräch, ebenso Nebenwirkungen, die während einer Therapie auftreten.

FAQ: Cannabis Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen hat Cannabis?

Am häufigsten sind Müdigkeit, Schwindel, Schläfrigkeit, Übelkeit und Mundtrockenheit, dazu Konzentrations- und Gedächtnisprobleme sowie Appetitsteigerung [1]. Seltener treten Herzrasen, Angst oder psychotische Symptome auf. Bei regelmäßigem Langzeitkonsum kommen mögliche Folgen für Gedächtnis, Herz und Psyche hinzu.

Welche Nebenwirkungen hat medizinisches Cannabis?

In der Begleiterhebung des BfArM mit 16.809 Behandlungen waren Müdigkeit (14,9 %), Schwindel (9,8 %) und Schläfrigkeit (6,0 %) am häufigsten [1]. Die meisten Nebenwirkungen führten selten zum Therapieabbruch und gelten als eher leicht. Psychotische Symptome traten gelegentlich auf und sollten ernst genommen werden.

Welche Langzeitfolgen hat regelmäßiger Cannabiskonsum?

Regelmäßiger Konsum über Jahre kann Gedächtnis, Motivation, Herz und Kreislauf sowie den Hormonhaushalt beeinflussen. Hinzu kommen das Risiko einer psychischen Abhängigkeit und bei täglichem Konsum das seltene Cannabis-Hyperemesis-Syndrom. Wie stark die Folgen ausfallen, hängt vor allem von Einstiegsalter, Häufigkeit und THC-Gehalt ab.

Kann Cannabis dauerhaft das Gedächtnis schädigen?

Nicht zwangsläufig. Starker Langzeitkonsum geht mit geringerer Hirnaktivität beim Arbeitsgedächtnis einher [2], bei vielen verbessert sich das Gedächtnis nach Abstinenz aber wieder, in einer Studie schon in der ersten Woche [6]. Wer früh begonnen und jahrelang regelmäßig konsumiert hat, gilt als besonders gefährdet [4].

Ist eine Cannabis-Überdosis gefährlich?

Eine tödliche Überdosis allein durch Cannabis ist bei Erwachsenen nicht bekannt. Eine Überdosierung kann aber Panikattacken, Herzrasen, Übelkeit, Desorientierung und Kreislaufprobleme auslösen. Bei Bewusstlosigkeit oder starken Brustschmerzen sofort die 112 wählen.

Was hilft bei Herzrasen und Übelkeit nach einem Joint?

Hinlegen, Wasser trinken, ruhig und langsam atmen und nicht allein bleiben. Die Beschwerden klingen meist innerhalb weniger Stunden ab. Halten sie an, kommen Brustschmerzen hinzu oder wird die Person bewusstlos, gilt die 112.

Was ist das Cannabis-Hyperemesis-Syndrom?

Eine seltene Erkrankung mit wiederkehrenden Phasen schwerer Übelkeit und Erbrechen, meist bei täglichem Konsum über Jahre [8]. Typisch ist, dass heiße Duschen die Beschwerden kurz lindern. Die wirksamste Behandlung ist, den Konsum zu beenden.

Ab wann gilt Cannabiskonsum als problematisch?

Warnsignale sind täglicher Konsum, das Gefühl, ohne Cannabis nicht entspannen oder schlafen zu können, nachlassende Leistungsfähigkeit, sozialer Rückzug oder anhaltende Übelkeit. Anonyme Beratung und Selbsttests bietet das Portal drugcom.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. Mehr dazu im Ratgeber zur Cannabis-Abhängigkeit.


Quellen:

[1] Cremer-Schaeffer P, Schmidt-Wolf G (2022). Häufigkeit von Nebenwirkungen bei der Therapie mit Cannabisarzneimitteln: Ergebnisse aus der Begleiterhebung des BfArM. Bulletin zur Arzneimittelsicherheit 3/2022. https://www.bfarm.de/DE/Aktuelles/Publikationen/Bulletin/Ausgaben/2022/3-2022.html

[2] Gowin JL et al. (2025). Brain Function Outcomes of Recent and Lifetime Cannabis Use. JAMA Network Open 8(1):e2457069. DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2024.57069. https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2024.57069

[3] Jeffers AM et al. (2024). Association of Cannabis Use With Cardiovascular Outcomes Among US Adults. Journal of the American Heart Association 13:e030178. https://doaj.org/article/e24fb5df6506486bb8748672fadf2935

[4] Volkow ND, Baler RD, Compton WM, Weiss SRB (2014). Adverse Health Effects of Marijuana Use. New England Journal of Medicine 370(23):2219–2227. DOI: 10.1056/NEJMra1402309. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4827335/

[5] Hoch E et al. (2019). Wirksamkeit und Sicherheit von Cannabisarzneimitteln: Ergebnisse der CaPRis-Studie. Bundesgesundheitsblatt 62(7):825–829. DOI: 10.1007/s00103-019-02965-3. https://doi.org/10.1007/s00103-019-02965-3

[6] Schuster RM et al. (2018). One Month of Cannabis Abstinence in Adolescents and Young Adults Is Associated With Improved Memory. Journal of Clinical Psychiatry 79(6):17m11977. https://psychiatrist.com/JCP/article/Pages/2018/v79/17m11977.aspx

[7] Balon R (2017). Cannabis and Sexuality. Current Sexual Health Reports 9(3). https://www.springermedizin.de/cannabis-and-sexuality/13292110

[8] Sorensen CJ et al. (2017). Cannabinoid Hyperemesis Syndrome: Diagnosis, Pathophysiology, and Treatment, a Systematic Review. Journal of Medical Toxicology 13(1):71–87. https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5330965/

Bilder:

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